Niemals zuvor und danach in der Währungsgeschichte wurde ein räumlich so großflächiges und in bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Provinzen so heterogenes Gebilde wie das des Römischen Reiches über einen Zeitraum von gut zweihundert Jahren mit einer stabilen Währung versorgt.
Diese Arbeit geht der Frage nach, warum es trotz einer Zunahme der Staatsausgaben und einer Erhöhung der ausgeprägten Geldmenge zu keiner nennenswerten Inflation kam. Dabei wird vor allem auf die Währungspolitik des Römischen Reiches näher eingegangen, aber auch die Rolle der Banken sowie der Stand der Zahlungsverkehrsabwicklung wird eingehend beleuchtet. Zusätzlich wird der Einfluß der Finanzpolitik auf die Preisniveauentwicklung untersucht. Schließlich können auch die Außenwirtschaftsbeziehungen des Römischen Reiches, mit den dadurch bedingten hohen Geldabflüssen, bei einer solchen Fragestellung nicht unberücksichtigt bleiben. |